Der Veranstaltungsort:  Das Friedensdenkmal auf dem Werderberg in Edenkoben

Das Friedensdenkmal ist ein Ort, der Seinesgleichen lange sucht. Sicherlich gibt es in anderen Bundesländern Deutschlands vergleichbare Bauwerke, die auch in der gleichen Epoche und der gleichen geschichtlichen Entwicklung unseres Landes entstanden sind, aber diese sind meistens keine Veranstaltungsorte für Rockkonzerte.

Das Friedensdenkmal wurde in den Jahren 1893-1899  auf dem Werderberg errichtet zur Erinnerung an den Sieg im Krieg von 1870/71. Der Ort wurde gewählt, weil man von dort aus die Signale des Sieges über die Franzosen, die in Straßburg gegeben wurden, sehen konnte. Gestaltet und erbaut wurde das Denkmal von August Drumm, der aus Ulmet bei Kusel stammte. Prinzregent Luitpold wurde durch einen gemeinsamen Bekannten auf August Drumm aufmerksam und initierte die Erbauung des Sieges- und Friedensdenkmals in Edenkoben. Weitere Kunstwerke des Bildhauers Drumm sind die Verkörperung der Palatia auf der Prinzregentenbrücke in München, der Bildschmuck am Südportal des Reichtagsgebäudes in Berlin und der Wittelsbach-Brunnen in Zweibrücken. 

In den Jahren des Wirtschaftswunders, wo viele Familien Wochenendausflüge mit dem Auto unternahmen, war das Friedensdenkmal ein beliebtes Ausflugsziel. Leider geriet es in den 60. Jahren zunehmend in Vergessenheit. Grund hierfür waren sowohl die mangelhafte Verkehrsanbindung als auch die veränderte politische Denkweise hinsichtlich einer Aussöhnung mit Frankreich. Gaststätte und Denkmal fielen in einen tiefen Dornröschenschlaf und wurden von Hecken und Efeu im Laufe der Jahre überwuchert. Erst im Jahre 1989, also 90 Jahre nach der Erbauung, wurde das Denkmal und die Gaststätte wieder zu neuem Leben erweckt.

Das Denkmal zeigt eine offene Bauweise. Es ist mit Ornamenten und Fresken verziert. Dargestellt sind die Wappen der ehemaligen deutschen Staaten und deren Vereinigung zum Deutschen Reich.

Blick auf das Denkmal von der Freitreppe aus. 

Postkarten aus  vergangener Zeit zeugen davon, wie monumental das Bauwerk errichtet wurde. Vieles an Beiwerk um das Denkmal (Mauern, Treppen, Ornamente) ist leider noch verborgen. So schlummern auf dem Werder-Platz vor dem Denkmal als Pflaster riesige Steinquader mit Ornamenten.